Alternativen zur Adipositas-Operation

Ab einem Body-Mass-Index von 35 kg/m² kann eine operative Behandlung der Adipositas in Betracht gezogen werden, sofern zuvor konservative Therapieversuche wie Ernährungsumstellung, Bewegung und Verhaltenstherapie durchgeführt wurden, jedoch ohne den gewünschten Erfolg.

Im Bereich eines BMI von 25 bis 35 kg/m² bieten sich als Alternativen zur Operation insbesondere Magenballons oder medikamentöse Therapien an, die eine sinnvolle Ergänzung zu Beratungs- und Verhaltenstherapien darstellen können.

Es ist wichtig zu wissen, dass jede dieser Behandlungsmöglichkeiten mit Risiken verbunden ist. Deshalb sollte zunächst eine umfassende Erhebung des Gesundheitszustands sowie der aktuellen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten erfolgen. Anschließend empfiehlt sich ein ausführliches Gespräch über die jeweiligen Chancen und Risiken, um gemeinsam eine passende Behandlungsstrategie zu entwickeln.

Medikamente

Die Behandlung von Adipositas basiert zunächst auf Basistherapien wie Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltensinterventionen. Medikamente kommen ergänzend zum Einsatz, wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen. In Deutschland sind aktuell Orlistat und Liraglutid zur Gewichtsreduktion zugelassen, Semaglutid wird ebenfalls erwartet und gilt als besonders wirksam. Tirzepatid befindet sich noch in der Entwicklung.

Orlistat hemmt die Fettaufnahme im Darm und führt zu einer durchschnittlichen Gewichtsabnahme von etwa 4 kg pro Jahr, kann aber unangenehme Nebenwirkungen wie Fettstühle verursachen.

Liraglutid wirkt appetithemmend und kann eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von 8 % des Ausgangsgewichts erzielen. Nebenwirkungen sind meist zu Beginn der Therapie spürbar und betreffen den Magen-Darm-Trakt.

Semaglutid ist ein GLP-1-Rezeptor-Agonist, der das Sättigungsgefühl verstärkt und zu einer durchschnittlichen Gewichtsabnahme von etwa 15 % führen kann. Die häufigsten Nebenwirkungen sind ebenfalls Magen-Darm-Beschwerden. Nach Absetzen des Medikaments kommt es meist zu einer erneuten Gewichtszunahme, weshalb eine dauerhafte Einnahme empfohlen wird.

Diese Medikamente sind verschreibungspflichtig und nur für die Behandlung von krankhaftem Übergewicht vorgesehen, nicht als „Abnehm-Spritze“ für die Allgemeinbevölkerung. Die Kosten für die Behandlung müssen in der Regel selbst getragen werden, da die Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen.

Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft betont, dass Nutzen und Risiken sorgfältig abgewogen und die Therapie unter ärztlicher Kontrolle erfolgen sollten. Neue Studien weisen auf mögliche Risiken wie Schilddrüsenkrebs bei GLP-1-Medikamenten hin, weshalb weitere Untersuchungen laufen.

(Quelle: https://adipositas-gesellschaft.de/adipositas-medikamente-fragen-und-antworten/ )

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